O mein Gott, Dreifaltigkeit, die ich anbete

Dreifaltigkeit (c) Bild: Jürgen Damen In: Pfarrbriefservice.de
Dreifaltigkeit
Mi 13. Mär 2019

O mein Gott, Dreifaltigkeit, die ich anbete:

Hilf mir, mich ganz zu vergessen, um ich in Dir niederzulassen, reglos und friedvoll, so als weilte meine Seele bereits in der Ewigkeit. Nichts soll meinen Frieden stören können, nichts soll mich aus Dir herausfallen lassen, o mein Unwandelbarer; vielmehr soll mich jede Minute weiter in die Tiefe Deines Geheimnisses hineinführen. Schenk Frieden meiner Seele, mache sie zu Deinem Himmel, zu Deiner geliebten Wohnung und dem Ort Deiner Ruhe. Gib, dass ich Dich dort nie allein lasse, sondern ganz da bin, ganz wach in meinem Glauben, ganz anbetend, ganz ausgeliefert an Dein schöpferisches Handeln.

O mein geliebter Christus, aus Liebe gekreuzigt, ich möchte eine Braut für Dein göttliches Herz sein, ich möchte Dich mit Ehre überschütten, ich möchte Dich lieben…. Ja, aus Liebe sterben! Aber ich fühle mein Unvermögen, und ich bitte Dich:“ Bekleide mich mit Dir selbst“, mach meine Seele mit allen Regungen Deiner Seele gleichförmig, überflute mich, durchdringe mich, setze Dich an meine Stelle, damit mein Leben nur mehr ein Widerschein Deines Lebens sei.

Komm, bete an, heile und erlöse in mir! O ewiges Wort, Wort meines Gottes, ich will mein Leben damit verbringen, auf Dich zu hören, ich will ganz offen und gelehrig sein, um alles von Dir zu lernen. Sodann will ich durch alle Nächte, alle Leere und alles Unvermögen hindurch immer den Blick auf Dich richten und in Deinem hellen Licht bleiben. O mein geliebter Stern, banne mich fest, damit ich nie mehr aus Deinem Strahlenkranz herausfallen kann.

O verzehrendes Feuer, Geist der Liebe, „komm über mich“, damit in meiner Seele gleichsam eine Inkarnation des Wortes geschehe,: damit ich Ihm eine weitre Menschheit sei, in der  Er sein ganzes Mysterium erneuert.

Und du, o Vater, neige Dich zu Deinem armen, geringen Geschöpf herab, „bedecke es mit Deinem Schatten“, sieh in ihm nur den „Viel- Geliebten, an dem Du Dein Wohlgefallen hast“.

O meine Drei(faltigkeit), mein Alles, meine Seligkeit, unendliche Einsamkeit, Unermesslichkeit, in die ich mich verliere, ich liefere mich Dir als Beute aus. Senke Dich ganz in mich hinein, damit ich mich in Dir versenke, bis ich einst in Deinem Licht zur Anschauung Deiner unermesslichen Größe und Erhabenheit gelange.

 

Hl. Elisabeth von Dijon